Adobe PDF-Format nun offizieller ISO-Standard 32000‑1

Adobe PDF-Format wird ISO-Standard 32000-1Erstaunlicherweise ist bis heute, Donnerstag, 03. 07. 2008, weder im Adobe Blog etwas zu lesen, noch gibt es eine offizielle Pressemitteilung von Adobe: Dabei wäre es das durchaus wert. Am 1. Juli 2008 ist das PDF-Format in seiner Version 1.7 (Acrobat 8) als ISO-Standard 32000‑1:2008 verabschiedet worden.


Die Zertifizierung ist für das beliebte PDF-Format ein wichtiger Schritt, um z. B. einen breiteren Einsatz in Behörden zu finden. Auch künftige Version sollen dabei von der ISO genormt werden. Die offizielle ISO-Spezifikation können Sie bei der Schweizer ISO zum Preis von 370 Schweizer Franken erwerben – natürlich als PDF. Das ist durchaus auch kritisch zu betrachten, gab es die PDF-Spezifikationen bei Adobe doch bislang kostenlos zum Download.

Umso weniger erstaunt es da auch, dass Microsoft vor kurzem angekündigt hat, mit dem Service Pack 2 für Office 2007 endlich auch offiziell einen PDF-Export anzubieten. Bislang war das nur über die Add-Ins von Adobe möglich. Aufmerksamen Beobachtern wird jedoch das nützliche, vor allem aber kostenlose Speichern unter als PDF oder XPS Add-In für Office 2007 nicht entgangen sein. Wer damit einmal PDFs erstellt hat – inkl. ordentlicher Lesezeichen und natürlich als “Tagged PDF” – wird vermutlich sehr erstaunt festgestellt haben, dass man damit selbst jene sehr umfangreichen Dokumente in einem Bruchteil der Zeit als saubere PDFs ausspielen kann, für die die Adobe-Add-Ins oft quälend lange benötigt haben.

Dieser Beitrag wurde von TRACOM am 03.07.2008 erstellt und unter Acrobat, Adobe abgelegt. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Einen Trackback auf diesen Artikel können Sie mit diesem Link setzen. Sie können diesen Beitrag auch per E-Mail weiterempfehlen oder Ihren Bookmarking- und Sharingdiensten hinzufügen.

 

4 Kommentare

  1. TRACOM

    Inzwischen hat Adobe mit der ISO ausgehandelt, dass der ISO-Standard 32000‑1:2008, also die PDF-Spezifikation 1.7, auch von Adobe selbst kostenlos zum Download angeboten werden kann. Damit muss sie nicht mehr bei der ISO für 380 EUR erworben werden.

    Download: ISO-Standard 32000‑1:2008 (PDF 1.7)

  2. designschnecke

    Bleibt zu hoffen, dass die verschiedenen PDF-X “Standards” auch mal endlich unter den ISO-Hut gebracht werden.

    • Ein Besucher

      Tja, Probleme gibt es …
      Adobe FrameMaker erzeugt stabile PDFs und die Lesezeichen bleiben auch intakt – egal wie oft man speichert. Wer PDFs mit Word erstellt und sich dabei auch noch auf eine Microsoft-PDF-Erzeugung verlässt dem kann man eigentlich nicht mehr helfen.

  3. Stefan Gentz

    Das “Speichern als PDF oder XPS”-Add-In für MS Office 2007 hat leider einen nicht unerheblichen Nachteil. Erstellt man aus Word ein PDF mit Lesezeichen, Querverweisen oder “klickbaren” Inhaltsverzeichnissen, so werden diese “inaktiv”, sobald das PDF in Acrobat Professional mit “Speichern unter” gespeichert wird oder z.B. die Kommentierungsfunktion für Nutzer des Adobe Readers aktiviert.
    Ursache dafür ist, dass die Lesezeichen nicht auf “benannte Ziele” (“Named Destinations”) verweisen und diese “Anker” auch gar nicht erzeugt werden. Diese Methodik erhöht zwar deutlich die Performance bei der PDF-Erstellung (siehe Beitrag), hat aber eben auch Nachteile. Der PDF-Maker von Adobe erzeugt hingegen benannte Ziele. Dies verlangsamt die PDF-Erstellung erheblich, stabilisiert das PDF aber auch deutlich.
    Man hat also hier (noch) die Qual der Wahl zwischen “quick and dirty” oder “slow and quality”.

 

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